Die Alster

Vom Jahr 1448 bis heute!

Die Entstehung und Geschichte eines Fluss und See.

Die Alster

Laut Brockhaus:
Alster die, rechter Nebenfluss der Elbe, mit der sich schiffbare Fleete verbinden; 52 Kilometer lang, in Hamburg seeartig zur Aussenalster und Binnenalster aufgestaut.

Eine ziemlich nüchterne Beschreibung für ein Gewässer, das mitten durch unsere Stadt fließt und durch seine seeartige Größe und Form ein ideales und innerstädtisches Segelrevier ist.

Auch der Polygram SegelClub e.V. ist hier auf der Außenalster, neben den vielen anderen Segelvereinen wie NRV, HSC, ASV, etc., zu Hause und hier haben auch viele unserer Mitglieder ihre ersten Erfahrungen mit der Segelei und später ihren Segelschein gemacht.

Die Geschichte unserer Alster

Um genügend Energie für die erste Stadtmühle Hamburgs zu bekommen, wurde das Wasser der Alster mittels eines Staudamms aufgestaut, damit die Wassermenge und der Wasserdruck groß genug war, die Schaufeln des Mühlenrades anzutreiben.

Kurze Zeit später wurde für die neue Obermühle (weil sie oberhalb der alten niederen Mühle liegt) ein mächtiger Staudamm durch die Alster gezogen. Nach dem ersten Müller der neuen Obermühle, erhielt dieser Staudamm seinen Namen: Reesendamm. (Bild rechts: mitte oben)
Erst viel später (17. Jh.) zog man einen weiteren Damm (ein Teil der neuen Festungsanlagen) durch die Alster und es entstanden die Binnen-Alster und die Außen-Alster, die Binnen-Alster innerhalb der Hamburger Stadtgrenze, die Außen-Alster außerhalb. Ein Durchfluss für die Alster muss offen bleiben. Den wird eine Holzbrücke, später eine Steinbrücke überspannen: die Lombardsbrücke.

Hamburg anno 1217
Hamburg anno 1217
Hamburg im 16. Jahrhundert
Hamburg im 16. Jahrhundert
Bild der Außenalster vergrößern oder ausdrucken? Dann anklicken.
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Der Alsterfluss, der im Timhagener Brook bei Henstedt entspringt, wurde ab 1448 von Hamburg bis nach Stegen (Kayhude) schiffbar gemacht und Anfang 1500 mittels eines Kanals mit der (Norder-) Beste verbunden. Die Beste mündete bei Oldesloe in die Trave und somit waren Hamburg und Lübeck mit dieser, über 80 km langen Schiffahrtsstrecke zusammengeschlossen. 40 km Alsterflusstrecke, acht km der eigentliche neue Kanal (der nyge graven), 15 km Norderbeste bis Oldesloe und 17 km Trave bis Lübeck. Leider reichte das Wasser der Quellen nicht aus, den Kanal -der auf der Scheitelstrecke lag- dauerhaft mit Wasser zu versorgen. Das Moorgebiet trocknete langsam aus, so dass schon nach 20 Jahren durchgehendem Schiffsverkehr, der Betrieb mangels Wasser in 1528 wieder eingestellt werden musste. Der Schiffsverkehr auf dem Alsterfluss von Hamburg bis Stegen, mit all seinen Schleusen, wurde allerdings noch lange beibehalten und erst 1899 vollkommen eingestellt. Geblieben ist lediglich ein „Flüsslein“, geblieben sind jedoch die Aussen-Alster, die Binnen-Alster und das Alsterfleet. Und geblieben ist auch dieses innerstädtische Segelrevier mit seinen Schwänen, Alster-dampfern, Ruderern und vielen, vielen Segelbooten.

Es gibt heute tatsächlich noch ein Alsterdampfboot die „St. Georg“, während alle anderen Dampfer schon längst mit Dieselmotoren ausgestattet sind bzw. nunmehr mit Sonnenenergie und Wasserstoff angetrieben werden. Auch die „Alsterbetonnung“ mit sieben echten roten, nummerierten Tonnen (siehe nebenstehende Skizze) beruht auf Tradition. Für uns Segler gibt es so allerdings die Möglichkeit auch mal „Boje-Anlege-Manöver“ und ähnliches zu üben.

Es gibt viele schöne Städte auf dieser Welt, allerdings nur wenige haben so ein schönes und unabhängiges Segelrevier innerhalb ihrer Stadtgrenze, das so centrumsnah liegt, wie unsere Freie- und Hansestadt Hamburg! Danken wir dem Müller Reese und dem damaligen Hamburger Senat für den weisen Entschluss zum Bau des Reesendammes.

:: NICOLAASVERBEEK ::

Quellennachweis: "Die Alster“ – Geschichte und Geschichten von einem Fluss. (von Fritz Westphal)

Bilder aus: G. Bolland - Hamburg, das Werden einer deutschen Großstadt

Alstersegeln an einem x-beliebigen Sommertag!
Alstersegeln an einem x-beliebigen Sommertag!
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